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Nakskov

NAKSKOV

Nakskov

Nakskov wurde zu Beginn des Mittelalters an dieser für die damalige Zeit strategischen Stelle errichtet. Die mittelalterliche Stadt lag neben einem Hügel („nakke“), der von Wald („skov“) bedeckt war. Dieser Hügel war an drei Seiten von Wasser umgeben. Zusätzlich ist die Bucht sehr flach, hat aber eine natürliche Fahrrinne, die es erlaubte, Schifffahrt zu betreiben, gleichzeitig aber auch eine gute Möglichkeit bot, die erwünschten oder unerwünschten Besucher der Stadt zu kontrollieren. Gute Voraussetzungen, dass die Stadt wachsen und gedeihen konnte.

 

Die Kaufleute besaßen im 16. Jahrhundert eine ganze Schiffsflotte, die die Weltmeere befuhr und exotische Dinge wie Tabak, Kaffee, Tee, Gewürze, Stoffe und Wein mit nach Hause brachte. Dieser Handel brachte großen Wohlstand mit sich, so dass Nakskov als siebtreichste Stadt des Königreichs galt.   

 

Das ist heute noch an den verzierten, bunten Hausfassaden und der intakten Altstadt zu erkennen, auch wenn Nakskov inzwischen zum wirtschaftlichen Randgebiet Dänemarks zählt und die Stadt etwas verschlafen wirkt. "Nakskov 2030" soll da Abhilfe schaffen und setzt auf Tourismus als Wirtschaftsfaktor. Die Fördermaßnahmen sind in vollem Gange, die dazu führen werden, dass unter anderem die Fassaden der Häuser in Nakskov  wieder schöner werden. Der zentrale Platz, der Axeltorv, hat schon ein neues Gesicht bekommen. Er lädt jetzt durch Bäume und Bänke zum Verweilen ein.

Nakskov hat definitiv Potential und ist auch jetzt einen Besuch wert. Es gibt gute Restaurants und Cafés sowie einige Einkaufsmöglichkeiten und Flohmarktläden. Der stadteigene Strand mit dem zweitlängsten Badesteg Dänemarks bietet einen schönen Blick auf den Nakskov Fjord.

Direkt im Anschluß an die Innenstadt befindet sich der "Indrefjord", die Innere Förde. Dies war ursprünglich ein Teil des Nakskov Fjords, wurde aber durch die Deichbaumaßnahmen von 1872 vom Meerwasser abgetrennt und verwandelte sich schnell zu einem Süßwassergebiet. Sein jetziges Aussehen mit den Wasserbecken und den vielen Wegen verdankt der Indrefjord der Zuckerfabrik, die im Gegenzug zur Genehmigung, das Wasser zum Waschen der Rüben zu nutzen, die Wege anlegte und das Gebiet bepflanzte. So entstand mitten in der Stadt ein Naherholungsgebiet.

 

 

 

 

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